PEAKS OF THE BALKANS



Um ein Einkommen für die lokale Bevölkerung zu schaffen, der Entvölkerung der Bergdörfer in den Bergen der Grenzregion zwischen Kosovo, Montenegro und Albanien entgegenzuwirken und diese Teile der Region einander näher zu bringen, haben sich die nationalen und lokalen Tourismusorganisation und Wandervereine gemeinsam mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeitsgesellschaft GIZ zusammengetan und mit dem Projekt „The Peaks of the Balkans“ (die Gipfel des Balkans) eine gemeinsame Destination für Bergtourismus geschaffen. Mit der Entwicklung eines transnationalen Wanderweges - einer der wenigen in der Welt - wurde eine gemeinsame Basis für die weitere Entwicklung gebildet. Der transnationale „Peaks of the Balkans“-Wandrweg führt durch eine der abgelegensten und wildesten Bergregionen des westlichen Balkans. Durch die Verwendung von Hirtenpfaden und Fußwegen schlängelt sich der Weg durch alpine Hochgebirge bis zu 2300 Meter über dem Meeresspiegel und führt durch eine Berglandschaft mit einer Vielfalt von atemberaubenden Szenerien - variierend von grünen Tal zu kristallklaren Bergseen, Wasserfällen, Flüssen und entlegenen malerischen Bergdörfern, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Alles in allem: ein „verborgener Schatz“ für Naturliebhaber und Wanderer. Bis vor zwanzig Jahren war die Region für die Besucher nahezu unzugänglich, so dass es eine authentische kulturelle Erfahrung und ein Abenteuer ist, über die Berge Albanien, Kosovo und Montenegro zu erwandern.


DIE REGION

Die Region der Dinarischen Alpen erstreckt sich über den Norden von Albanien, im Südwesten des Kosovo und im Osten von Montenegro und wird auch die „Verfluchten Berge“ genannt. Diese Region zählt zu den am wenigsten bekannten Gebieten in Südosteuropa. Bis heute ist die Bergregion Kosovo, Montenegro und Albanien praktisch unberührt geblieben und nur dünn besiedelt. So konnte ihre Faszination und der authentische Charakter bewahrt werden. Die Region ist für die Gastfreundschaft seiner Bewohner bekannt, die die Besucher während ihres Aufenthaltes in einem der traditionellen Häuser genießen können, die entlang des Wanderweges in allen drei Ländern zu finden sind. Die Auswahl an Unterkünften reicht von traditionellen Steinhäusern, so genannten „Kullas“ zu Berghütten und kleinen Landhäusern, wo lokale und hausgemachte Gerichte von den Bergbewohnern serviert werden.


DER WANDERWEG

Der sehr ehrgeizige „Peaks of the Balkans“-Wanderweg umfasst eine Strecke 192km und ist ein Rundweg durch die drei Länder. Die Wanderung kann in jedem Land gestartet werden: Theth (Albanien), Plav (Montenegro) oder in der kleinen Stadt Peja (Kosovo).
Die zehn Etappen des Weges können innerhalb von 10 bis 13 Tagen, abhängig von der Motivation und der Kondition der Wanderer, erwandert werden. Der Schwierigkeitsgrad reicht von leicht bis mittelschwer, erfordert aber eine gute Kondition und Bergausrüstung (zum Beispiel Wanderschuhe, wasserdichte Kleidung, Lampe, GPS, Erste-Hilfe -Kit, Handy). Obschon der Wanderweg komplett markiert und ausgeschildert ist, führt er zum Teil in gänzlich unbewohnte Bergregionen. Daher empfiehlt es sich, in Begleitung eines Wanderführers oder in einer Gruppe zu wandern. Lokale Bergführer, die vom DAV (Deutscher Alpen Verein) trainiert wurden und mit der Strecke vertraut sind, bieten ihre Dienste für Einzelpersonen und kleine Gruppen an.
Daher empfiehlt es sich, von einem Wanderführer in einer Gruppe oder in Begleitung zu wandern.
Informationen zu Bergführern, Unterkünften, das Grenzübertrittsverfahren sowie eine detaillierte Beschreibung der Etappen, einschließlich GPS-Daten und Höhenprofile, können Sie auf der Website www.peaksofthebalkans.com finden.