Kulturpfad

1. Der Kulturpfad beginnt im Stadtzentrum, wo Sie auf der Westseite des Platzes Peja‘s erstes Hotel sehen können: das Hotel Korza, erbaut im Jahre 1929. Von dort aus haben Sie einen spektakulären Blick auf die Schönheit der Rugova-Berge.An der Nordseite des Platzes sehen Sie das Denkmal für die Demonstrationen von 1968. Der Kulturpfad führt Sie entlang der Ostseite von Hotel „Dukagjini“, welches im Jahr 1956 oberhalb des Denkmals für Mutter Theresa erbaut wurde. Gegenüber befindet sich Denkmal für den Nationalhelden Shkëlzen Haradinaj. Der Weg führt Sie an der östlichen Seite der Stadt weiter auf den „Haxhi-Zeka-Platz“, in dessen Zentrum sich das Denkmal für Peja’s Patrioten Haxhi Zeka befindet. Rechts davon steht das Tahir Bey Inn, das heute als ethnologisches Museum der Stadt Peja genutzt wird.

2. Tahir Bey Inn Tahir Bey Inn, das alte traditionelle Haus repräsentiert die schönste Bauart der alten Häuser in Peja. Dieses Kulturdenkmal wurde von albanischen Meistern im Jahr 1800 errichtet. Ursprünglich befand sich Gebäude im heutigen Stadtzentrum - zwischen dem städtischen Gebäude und der Post - und wurde im Jahr 1960 auf den Haxhi-Zeka-Platz versetzt. Seine architektonische Komposition und die räumliche Struktur hat das Gebäude mit den kompositorischen Merkmalen von vielen mittelalterlichen Häusern in Peja gemeinsam. Diese Art von Gebäude sind durch ein Holzdach, faltbare Fenster und einen oberen hölzernen Balkon - bekannt als „divanhane“ - gekennzeichnet.

3. Denkmal für Haxhi Zeka Das Denkmal für Haxhi Zeka auf dem Platz ist dem Gründer der Befreiungs- und Schutzbewegung der albanischen Länder mit dem Namen „Liga von Peja“ oder „Besa – Besa“ (Besa ist das berühmte albanische Versprechen, das nicht gebrochen werden kann), die im Jahr 1899 gegründet wurde, gewidmet. Mehmet Byberi Zejnel Abedin, der in historischen diplomatischen Quellen auch unter den Namen Zejnel Efendi, Haxhi Zejnel, Mulla Zeka sowie den in der Bevölkerung häufig genutzten Namen Haxhi Zeka war einer der berühmtesten albanischen Patrioten des ausgehenden 19. Und beginnenden 20. Jahrhunderts, der in viele wichtige Aktionen für die nationalen Bestrebungen der Albaner involviert war. Darüber hinaus war er einer der ersten Industriellen der Region, der sein gesamtes Vermögen für die nationale Sache verwendete. Er wurde 1902 von einem Feind ermordet.

4. Der alte Basar Das Areal von Peja‘s altem Basar ist Teil des kulturellen Erbes der Stadt. Der alte Basar hatte enormen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der ganzen Region. Dieses Viertel wurde während des Osmanischen Reiches im 14. Jahrhundert erbaut und besteht aus vier Teilen: Großer Basar, Langer Basar, Okol (der Teil am Ende des Basars) und Brunnenbasar. Es gab 960 Geschäfte von Handwerkern. Auch heute können Sie noch einige dieser Handwerksgeschäfte im Großen Basar finden, die ihr tradtionelles Handwerk fortführen.

5. Bajrakli Moschee Die Bajrakli Moschee in der Mitte des Alten Basar wird auch „Basar Moschee“ genannt und wurde 1471 errichtet. Neben der Architektur des Gebäudes beeindruckt vor allem die wunderschöne Gestaltung der Kuppel im Innenraum des Gebetshauses.

6. Hamam von Haxhi Bey Das Hamam von Haxhi Beys ist auch ein besonderes Juwel im kulturellen Erbe der Stadt Peja. Es wurde im 15. Jahrhundert während der Herrschaft des Osmanischen Reiches erbaut und wurde von den Bürgern der Stadt als öffentliches Bad genutzt. Das Hamam hat eine wechselvolle Geschichte, gab es doch mehrere Versuche es zu zerstören. Doch dank des Engagements der Bürger konnte es erhalten werden und wird heutzutage als Ausstellungsraum für verschiedene Ausstellungen genutzt.

7. Defterdar Moschee Der Kulturpfad führt Sie zur ältesten Moschee in der Stadt: die Deftedar Moschee. Diese Moschee war vollkommen abgebrannt und wurde im Jahr 2009 restauriert und steht nun unter Denkmalschutz..

8. Kurshumli Moschee Unweit der Deftedar Moschee befindet sich die Kurshumli Moschee. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist eine der schönsten Moscheen der Stadt. Bei der Restaurierung der Moschee wurden alte Fundamente gefunden, was darauf hindeutet, dass dieses Objekt ist viel älter ist, als es bisher in der Geschichtsschreibung der Stadt angenommen wird.

9. Haxhi Zeka Mühle Auf dem Kulturpfad gelangen Sie nun zu der Mühle Haxhi Zekas. Diese war die erste industrielle Wassermühle der Region und wurde während der österreichisch-ungarischen Herrschaft erbaut. Hier wurde das Getreide der gesamten Region zu Mehl gemahlen. Die Mühle wurde restauriert und steht unter Denkmalschutz. Heute beherbergt sie verschiedene Ausstellungen.

10. Kulla Die Kullas, wie die traditionellen albanischen Wohntürme genannt werden stellen auch ein wichtiges kulturelles Erbe der Stadt Peja dar. In der Stadt und ihrer Umgebung gibt es viele Kullas, die sich durch ihre spezifische Architektur auszeichnen, die von der Meisterhand albanischer Steinmetze geschaffen wurde. Der Kulturpfad durch die Stadt führt Sie zu den interessantesten fünf Kullas: beginnend mit der Kulla von Haxhi Zeka über die Kulla der Familie Nitaj, der Kulla der Familie Limani, der Kulla Goskajs, die auch von Innen besichtigt werden kann zu der Kulla von Zenel Bey, welche die älteste Kulla der Stadt Peja ist und heute als Restaurant mit traditioneller albanischer Küche genutzt wird.

11. Katholische Kirche St. Katharina Von Zejnel Beys Kulla führt der Kulturpfad Sie zur katholischen Kirche St. Katharina, die auf den Fundamenten einer alten Kirche albanisch- katholischen Konfession 1928 erbaut wurde. Die ursprüngliche Kirche existierte seit dem ersten Konzil Arbers, das im Jahr 1703 von Papst Clemens geleitet wurde und ist eine Basilika mit drei Schiffen.

12. Österreichisch-ungarischer Friedhof Die frühesten Gräber auf dem österreichisch-ungarischen Friedhof datieren auf die Jahre von 1900 bis 1912. Auf diesem Friedhof wurden neben den Bürgern Pejas auch 50 österreichisch-ungarische Soldaten bestattet, weshalb der Friedhof seinen heutigen Namen trägt. Bisher wurde dieser Friedhof nicht näher erforscht.

13. Patriarchat von Peja Der Kulturpfad durch Peja endet mit einem Besuch im Patriarchat von Peja. Diese orthodoxe Kirche wurde im 13. Jahrhundert direkt am Beginn der Rugova-Schlucht erbaut. Es ist eines der wichtigsten Denkmäler der späten byzantinischen Periode in Europa. Die vier Gebäude der Anlage spiegeln die alte römisch- byzantinischen Kultur durch die besondere Art von Wandmalereien und Fresken.